MOZ-Bericht zur Arbeit des KSB MOL e. V. im Jahr 2019

Kreissportbund MOL e. V.

„Sport braucht starke Lobby“ 

Riesenspaß: Das ist immer wieder die Deutsch-Polnische Kita-Olympiade,

hier der Regionalausscheid 2018 in Seelow.© Foto: Johann Müller

Seelow (MOZ) In diesem Jahr setzt der Kreissportbund seinen Verjüngungskurs fort. Im März werden der langjährige Vorsitzende Dieter Schäfer und der ebenfalls seit Beginn der KSB-Ära aktive Reinhard Förster ihre Ämter aufgeben. Der größte Dachverband in Märkisch-Oderland sieht sich auf gutem Weg.

„Es gibt keinen Kreissportbund in dieser Struktur im Land“, ist Dieter Schäfer stolz. Sowohl mit seinem Breitsportprojekt als auch dem eigenen Bildungswerk habe der KSB Märkisch-Oderland nach wie vor Alleinstellungsmerkmal. Für ihn macht das auch den Erfolg des Dachverbandes aus. Man sei nicht nur in großen Siedlungsbereichen und im Wettkampfgeschehen präsent, sondern könne auch in kleinen Orten immer wieder Bewegungsangebote unterbreiten. Schäfer sieht den Kurs mit der neuen Förderung des Sports durch den Bund gestärkt. Immer mehr würden erkennen, wie wichtig Bewegungsangebote auch außerhalb des Wettkampfbetriebs in allen Altersklassen für das Wohlbefinden, die Lebensqualität und die Gesunderhaltung sind. Mit der begonnenen frühkindlichen Bewegungserziehung in den Kitas treffe der KSB den Nerv der Zeit. Die Sturzprävention sei ein Erfolg, den sie selbst in der Form kaum erwartet hätten.

Dieter Schäfer sieht den Dachverband gut aufgestellt für die nächsten Jahre. Auch deshalb werde er im März beim Sonderkreissporttag ganz beruhigt sein Amt abgeben. Man habe mit der neuen Geschäftsführerin Manja Lindner (43) und Sozialarbeiter Benny Zahn (32) bereits die Geschäftsführung verjüngt, wolle dies jetzt auch im Vorstand tun. „Wir werden den Delegierten empfehlen, Martin Schultheiß als Vorsitzenden zu wählen“, erklärt Schäfer. Der 25-jährige Martin Schultheiß kommt wie er aus Strausberg, hat sich die ersten Sporen bereits als Stellvertreter verdient. Vorschlagen werde man zudem, dass die CDU-Landtagsabgeordnete Kristy Augustin aus Letschin als Stellvertreterin mit im Vorstand arbeitet, informiert Dieter Schäfer. Sie unterstütze den KSB bereits seit Jahren, koordiniere den Kontakt zur Brandenburgischen Sportjugend, sei wichtiger Partner auf der politischen Ebene.

„Wir wissen, dass wir uns nicht ausruhen können“, weiß Manja Lindner. Es brauche immer wieder neue Angebote und eine starke Lobby. Zum Beispiel auch, wenn es um die Nutzung von Sportstätten geht. Nach wie vor werde das in Kommunen sehr unterschiedlich gehandhabt. „Sportstätten müssen für die Vereine bezahlbar bleiben“, erklärt sie die Forderung, die der KSB als politisches Gremium weiter erhebe. Wichtig sei auch die Arbeit im Bereich Förderung. „Vereine sind meist kaum noch in der Lage, den Förderdschungel zu durchschauen“, weiß Martin Schultheiß. Der KSB gebe Unterstützung, brauche aber auch die Hilfe der jeweiligen kommunalen Verwaltungen. Der KSB-Vorstand erstellt u.a. die Prioritätenlisten für Investitionen in den Vereinen, wie für den Anbau am EWE-Sportplatz in Seelow, die Judohalle in Strausberg oder für das neue Bürgerzentrum in Bruchmühle.

205 Vereine mit mehr als 23 000 Mitgliedern sind im KSB organisiert. Übungsleiterlehrgänge, Fortbildungen im Bereich Kinderschutz, die Vorbereitung der 20. Kita-Olympiade im Sommer, die weitere Stabilisierung des Bildungs- und Gesundheitssportvereins mit seinen derzeit 341 Mitgliedern sowie eine Verbesserung der Zusammenarbeit mit den Schulsportkoordinatoren sind Aufgaben, die sich der Dachverband im neuen Jahr auf die Fahnen geschrieben hat.

Doris Steinkraus/ 03.01.2019

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